Es kam in den Abendstunden deshalb zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Zuvor hatten sich gegen 18.00 Uhr rund 2 500 Gegner des Projekts zu der angemeldeten Protestkundgebung am Hauptbahnhof versammelt. Nach der Kundgebung ging ein Großteil der Teilnehmer zum Schlossplatz, wo die Veranstaltung gegen 19.25 Uhr nach dem sogenannten Schwabenstreich beendet wurde. Im Anschluss sammelten sich die rund 700 Personen und zogen über die Planie, die Konrad-Adenauer-Straße, die Willy-Brandt-Straße und die Neckarstraße zum Funkhaus des SWR. Im Bereich der Willy-Brandt-Straße und der Neckarstraße gingen die Demonstranten zum Teil auch auf der Gegenfahrbahn. Starke Einsatzkräfte mussten dabei verhindern, dass für den Marsch die Bundesstraße 14 in Richtung Hauffstraße benutzt wurde und drängten zahlreiche Teilnehmer auf die Neckarstraße zurück. Nach Protesten und Redebeiträgen vor dem SWR zog die Menschenmenge gegen 20.50 Uhr über die gleiche Strecke zurück in Richtung Stadtmitte. Vor der Staatsanwaltschaft Stuttgart in der Neckarstraße 145 wurden Parolen skandiert und Lieder gesungen. Anschließend begab sich die Menge in den Schlossgarten, wo sie sich bis 22.00 Uhr nach und nach zerstreute. Während des Marsches versuchten zwei zivile Ermittler der Kriminalpolizei gezielt eine Person zu kontrollieren, die im Verdacht steht, an den Vorkommnissen am 20.06.2011 am Grundwassermanagement beteiligt gewesen zu sein. Weil zahlreiche Demonstrationsteilnehmer die Beamten bedrängten, mussten sich diese schließlich unter Verzicht auf die Kontrolle zurückziehen. Insgesamt war eine überaus aggressive Grundhaltung bei vielen Teilnehmern festzustellen. Die Einsatzkräfte wurden immer wieder mit Worten und Gesten beleidigt.


