Durch einen gezielten Schuss haben Polizeibeamte einen Fuchs von
seinen Leiden erlöst, die ihm durch das Umbinden einer Schiffsglocke von einem
Unbekannten zugefügt worden waren.
Am Karfreitag (02.04.2010) hatten Anwohner der Plettenbergstraße gegen 01.45 Uhr
in ihrem Garten einen Fuchs festgestellt, dem eine Glocke um den Hals gebunden
war. Die Glocke wurde ihm offenbar schon im Welpenalter von einem mutmaßlichen
Tierquäler mit einer Kette um den Hals gebunden. Zwischenzeitlich war die Kette in
die Haut eingewachsen und durch das ständige Scheuern hatten sich eitrige Wunden
gebildet.
Der Fuchs hatte im Garten des Ehepaars unter deren Terrasse einen Bau gegraben.
Der 40-Jährige Mann „bewachte“ den Bau bis zum Eintreffen der Polizei. Ein
Versuch, dem Fuchs die Glocke abzunehmen, quittierte dieser mit einem Biss in den
Finger des „Bewachers“.
Als die Polizeibeamten die Schwere der Halsverletzungen des Fuchses sahen und
der zuständige Jagdpächter nicht erreicht werden konnte, entschlossen sich die
Beamten, das Tier mit einem gezielten Schuss aus ihrer Dienstpistole von seinen
Leiden zu erlösen.